[Erfahrung] Mein Senf zu: Eiweißbrot

Hallo Welt,

über Weihnachten war ich mit meiner Familie und dem Liebsten im Erzgebirge in einem Hotel einquartiert. In so einem Hotel gibt es zum Frühstück natürlich ganz klassisch Brötchen, Brot mit verschiedenen Belägen wie Wurst, Käse, Marmelade und Schokoladenaufstrich dazu etwas Obst, ein bisschen Gemüse und auch Eier und Joghurt und Cornflakes usw. Wie das eben so ist. Für jemanden, der Low Carb lebt eher unpassend. Natürlich hab ich mir vorher überlegt wie ich das händeln werde und entschied mich für eine Variante, die sehr bequem ist. Denn „glücklicherweise“ gibt der Markt mittlerweile viel her für Low Carb. Man kann es als Fluch oder Segen betrachten, je nachdem wie man Low Carb lebt. Ist man eher der bequeme Mensch, dann ist es sicherlich Segen. Allerdings muss ich auch sagen, dass man meiner Meinung nach dann nicht gesünder lebt als mit der normal angeboteten Mischkost, die die meisten zu sich nehmen. Es ist damit auch nicht viel mehr als Junk Food oder Convenience Food wie es neudeutsch heißt.

Ich habe mich, nebenbei bemerkt, geweigert bis der Urlaub vorbei war, auf das Zutatenetikett zu schauen, denn ich konnte mir schon vorstellen, dass da mehr Schrott drin ist als gut für mich ist. Gekauft habe ich übrigens zwei Sorten. Einmal von Edeka und einmal bei Rewe, beides liegt gut auffindbar in der Brotabteilung.

Hier mal ein Zutatenvergleich, nur so als Information am Rande.

Edeka

Eiweißbrot, Roggenmischbrot mit 17% Ölsaaten

Rewe

Eiweißreiches Weizenvollkornbrot mit 13,7% Ölsaaten

Zutaten Wasser, 13% Weizengluten, 10% Leinsaat, Sojaschrot, Roggenvollkornmehl, Weizenkleie, 5% Sojaeiweiß, Sojamehl, 4% Sonnenblumenkerne, 3% Sesam, Roggenvollkornschrot, Hefe, Speisesalz, Magermilch, Säureregulator: Natriumacetate, Gerstenmalzextrakt, Roggenmehl Zutaten: Wasser, WEIZENeiweiß, WEIZENvollkornmehl (11%), Sonnenblumenkerne, Erbsenschrot, Leinsamen, WEIZENproteinkonzentrat, Bohnenmehl, Natursauerteig (Wasser, ROGGENvollkornmehl, ROGGENmehl), SESAM, WEIZENspeisekleie, Salz, Hefe, WEIZENmehl, Säureregulator: Natriumacetate
Nährwerte je 100g Fett: 12,0g, pro Scheibe: 7,5g

KH: 6,8g, pro Scheibe 2,6 g

Eiweiß: 22g, pro Scheibe, 13,8g

Fett: 8,7g, pro Scheibe 3,7g

KH: 14,5g, pro Scheibe 6,1 g

Eiweiß: 24,0g, pro Scheibe: 10,1 g

Sonstige

Bemerkungen

Das Produkt kann Spuren von Schalenfrüchten enthalten. Kann Spuren von Ei, Soja, Milch und Lupine enthalten.

Geschmacklich gab es für mich keinen großen Unterschied. Das Brot von Rewe war kleiner und weicher als das von Edeka, auch wenn sich letzeres ein bisschen besser belegen ließ. Beide Brote sind relativ feucht und nicht so trocken vom Gefühl her wie normale Brote, lassen sich aber beide gut beschmieren und fallen dabei nicht auseinander. Man sieht übrigens auch sehr gut die vielen Körner. Zumindest optisch lässt es sich damit eigentlich nicht von einem normalen Brot unterscheiden.

Eiweißbrot

Also unter uns gesagt, normalerweise würde ich den Kram nichtmal mit spitzen Fingern anfassen, geschweige denn essen und schon mal gar nicht auf einer täglichen Basis als Grundnahrungsmittel! Ich dachte nur, dass es immernoch besser wäre weniger KH zu mir zu nehmen, als Weißmehlprodukte. Hach die Eitelkeit nicht zunehmen zu wollen… Besser dran war ich laut den Zutaten aber auch nicht wirklich. Natürlich ist es kohlenhydratreduziert und passt sicher auch in eine LowCarb-Ernährung, aber meiner Meinung nach nicht in eine gesunde.

Mal davon abgesehen, bereitete es mir übrigens auch Probleme, die schnell auch andere belästigten . :-/ NICHT SCHÖN!

Ich ging dann in den letzten zwei Tagen dazu über lieber gleich Weizenbrötchen mit Marmelade und Schoki zu essen. Welches „Gift“ ich da zu mir nehme war (mir) im Prinzip dann auch egal. Darüber hinaus sprechen die Zutaten und vor allem die Bemerkungen für sich, denn da sind neben Gluten und diversen Saaten entsprechend viele andere Allergene vorhanden.

Letzten Endes muss jeder selbst wissen, was er isst. Und es muss auch jeder selbst ausprobieren, wie es ihm bekommt und schmeckt und ob es das Geld wert ist. Aber nochmal werde ich mir sowas sicherlich nicht einverleiben. Ich bleibe lieber bei meinen klassischen Frühstücksideen, die mittlerweile auch sehr vielseitig und verschiedentlich kombinierbar sind. Wenn einer wirklich Brot braucht, dann gibt es auch Alternativen zum Brot zum selberbacken, da weiß man immerhin was drin ist.

Und wenn es nach mir geht: Ich würde auch jedem anderen raten: Finger weg vom Eiweißbrot.

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Ein Gedanke zu “[Erfahrung] Mein Senf zu: Eiweißbrot

  1. giftigeblonde schreibt:

    Kann ich mir lebhaft vorstellen, ich würde dann wohl auch in den kleineren sauren Apfel beißen und Weißbrot essen und auf Low Carb während Urlaubszeiten verzichten.

    Dir einen guten Rutsch und ein wunderbares 2015!
    lg. Sina

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